Sehenswürdigkeiten

Denkmal für die Begründer des Nordstädtischen Bürgervereins

Es liegt natürlich nahe, dass in der Reihenfolge der Beschreibung der Denkmäler

das des Nordstädter Bürgervereins – so quasi in eigener Sache – an erster Stelle steht. Für den, der den Standort dieses Denkmales (noch) nicht kennt, wird folgende Orientierungshilfe gegeben.

Wenn man von der Straße Mallack in den Nordpark geht, liegt am zentralsten Punkt der Anlage das Turmrestaurant rechter Hand. Unmittelbar an dem Restaurant biegt man links ab und sieht nach ca. 70 m den Gedenkstein, der sich direkt an einer Wegegabel befindet. Der zum Süden hin verlaufende Weg führt zur Wohnbebauung Klingelholl.

Ein wenig eingewachsen, zwischen Ilex und Rhododendron, steht der Stein an einem ausgesprochen schattigen Plätzchen. Vor diesem Gedenkstein steht ein recht mächtiger Ahorn.

Das Denkmal erinnert an die Begründer des Nordstädter Bürgervereins und ist am 05.07.1931 an dieser Stelle enthüllt worden. Bereits zuvor war am 19.05.1931 eine Urkunde in den Denkmalsockel eingelassen worden. Auf dieser Urkunde standen folgende Zeilen geschrieben:

„Die Leistungen dieser Männer für die Schaffung des Nordparks und die Belange des Vereins mögen uns und unseren Nachkommen für alle Zeiten in Erinnerung bleiben. Möge unsere liebe Vaterstadt und insbesondere unsere geliebte Nordstadt weiter wachsen, blühen und gedeihen. Das walte Gott !“

Das Denkmal besteht überwiegend aus einem Natursteinmauerwerk aus Grauwacke und ist ca. 2 m lang, ca. 1,75 m tief und ca. 2 m hoch. Der Entwurf zu diesem Denkmal stammt vom Architekten und damaligen Vorsitzenden des Vereins, Prof. Peter Klotzbach. Ausführende Baufirma war die Fa. Sommer und Frohn. Die Vorderseite war aus einer Muschelkalktafel gearbeitet und mit Bronzebuchstaben versehen:

DEN VERDIENSTVOLLEN MÄNNERN DES NORDSTÄDTISCHEN BÜRGERVEREINS:

KARL FELDGEN, ALBERT HEUSER, ALEX TIENES, DR. FR. VOSWINCKEL

Text und Tafel hatten allerdings nicht lange Bestand. Der Stein wurde während des Krieges und in der Nachkriegszeit beschädigt, die Inschrift fehlte völlig. Es wurde nach dem 2. Weltkrieg erneut durch den Verein eine Tafel angebracht. Diesmal bestand sie aus einem schwarzen Granit mit hellen eingemeißelten Buchstaben. Es wurde der gleiche Text wie zuvor verwendet – allerdings ergänzt um die Namen:

FRIEDRICH LANGENBACH und RICHARD RIDDER.

Außerdem war eine weitere Zeile hinzugesetzt worden, die sich ganz am unteren Ende der Tafel befindet:

ERBAUT 1931 – ZERSTÖRT 1945 – ERNEUERT 1954.

Der ausführende Steinmetzbetrieb war die Fa. Otto Ernst Schultz. Die Einweihung fand am 31.07.1954 zum 25-jährigen Stadtjubiläum statt.

Die heutige Tafel besteht aus schwarzem Granit und wurde entsprechend einer Inschrift von der Fa. Paul Heinz Schmitz, Grabmalkunst, Hugostr. 13, in Wuppertal gespendet. Obwohl der Nordstädter Bürgerverein 1954 beschlossen hatte, keine weiteren Inschriften mehr vorzunehmen, wurden 3 weitere verdiente Mitglieder auf dieser Tafel verewigt:

ERICH BAUCKHAGE, KARL HARDT sowie 2009 WERNER ZANNER.

Es würde den Rahmen sprengen, hier einzeln auf die auf diesem Gedenkstein gewürdigten Personen einzugehen. Das wäre sicherlich eine weitere kleine Serie wert. Soviel sei gesagt: Es handelt sich um Vorsitzende und Mitglieder des Nordstädter Bürgervereins, ohne die es heute den Nordpark in dem bestehenden Umfang und in seiner Ausstattung nicht geben würde. Erst der Ankauf von landwirtschaftlichen Flächen im Bereich der heutigen Gaststätte – finanziert durch Spenden – hat die Anlage des Nordparks vor mehr als 100 Jahren ermöglicht.

Quelle: Ruth Meyer-Kahrweg: Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal, erschienen im Born-Verlag (1991).

Bild: © Manfred Bornefeld

Schwarz-Weiß-Denkmal

Im Folgenden werden einige Ausführungen zu dem Gefallenen-Ehrenmal des Turn- und Spielvereines 1872 e. V., der Sportfreunde Schwarz-Weiß und des Quartett-Vereins Wichlinghausen gemacht.

Auch hier wird auf eine Veröffentlichung von Ruth Meyer-Kahrweg: Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal, erschienen im Born-Verlag, zurückgegriffen. Zum Standort des Denkmales, den sicherlich die meisten Nordparkbesucher kennen werden, wird für die wenigen „Unwissenden“ eine kurze Lagebeschreibung geben.

Bild: © Wolf Birke

Das Denkmal befindet sich im östlichen Bereich des Nordparkes in relativer Nähe zu dem Steilhang zur Märkischen Straße hin. Wenn der Besucher des Nordparkes von der Straße Mallack kommt, so geht er an den Turmterrassen links bis zum Denkmal des Nordstädter Bürgervereins, wo er ca. 30 m den asphaltierten Weg benutzt und sich dann links in Richtung Kinderspielplatz begibt. Vorbei geht es an der Schutzhütte (“Holzpilz“), die der Nordstädter Bürgerverein 1998 der Wuppertaler Bevölkerung gespendet und übergeben hat. Über den Spielplatz erreicht man nach wenigen Schritten eine Lichtung, auf der das sogenannte Schwarz-Weiß-Denkmal steht.

Dieses wurde im Jahre 1923 auf einer relativ ebenen Fläche an einem zentralen Punkt des Nordparkes errichtet. Fotografien aus der damaligen Zeit zeigen, dass der Nordpark damals in diesem Bereich noch nicht wie heute den waldartigen Charakter aufgewiesen hat und dieses Denkmal auf dieser platzartig aufgeweiteten Fläche wesentlich monumentaler zur Geltung kam als heute. Das Bauwerk war nach Entwürfen des Architekten Fischer und unter künstlicher Beratung von Prof. Klotzbach errichtet worden. Es besteht aus einem 2-stufigen Unterbau, auf dem das eigentliche Denkmal aus Muschelkalk aufgesetzt ist. Im oberen Bereich schließt das Ehrenmal mit einem Gesims und einem schmaleren Aufbau ab.

Früher einmal soll das Denkmal in einer Entfernung von ca. 2 m von einer niedrigen Bruchsteinmauer umgeben gewesen sein. Der genaue Wortlaut der alten Inschrift ist nicht mehr bekannt. Die nach dem 2. Weltkrieg erneuerte Inschrift lautet:

UNSEREN GEFALLENEN ZUM GEDÄCHTNIS TURN-SPIEL-VEREIN 1872 e. V. SPORTFREUNDE  SCHWARZ-WEIß e. V.

QUARTETT-VEREIN 1898 WUPPERTAL

Entsprechend den Ausführungen von Frau Ruth Meyer-Kahrweg waren ursprünglich wahrscheinlich auf den restlichen drei Tafeln des Denkmales die Namen der Gefallenen verzeichnet. Heute ist jedoch hiervon nichts mehr zu sehen. Der Turn- und Spielverein 1872 e. V. hat nach eigenen Darstellungen im 1. Weltkrieg 74 Gefallene und im 2. Weltkrieg 39 Gefallene und 4 Vermisste zu beklagen.

Die Sportfreunde Schwarz-Weiß vermuten, dass die Anzahl der Gefallenen aus beiden Weltkriegen in die Hunderte geht. Diese Angaben selbst stammen aus Veröffentlichungen der jeweiligen Vereine. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Ehrenmal dieser Vereine auch zu einer Gedenkstätte für die Gefallenen dieses Krieges. 1955 wurde in unmittelbarer Nachbarschaft hierzu ein Heimkehrer-Mahnmal errichtet, das noch im Folgenden beschrieben wird.

Alle Jahre wieder zum Volkstrauertag gedenkt der Nordstädter Bürgerverein im Rahmen einer Feierstunde und mit einer entsprechenden Kranzniederlegung den Gefallenen beider Weltkriege.

Bild: © Wolf Birke

Heimkehrer-Mahnmal

Nur wenige Meter vom Schwarz-Weiß-Denkmal entfernt befindet sich das Heimkehrer-Mahnmal, welches im Folgenden beschrieben wird. Die entsprechenden Informationen sind weitgehend aus dem Buch „Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal“ von Ruth Meyer-Kahrweg, erschienen im Born-Verlag.

Von der Straße Mallack gelangt man zu diesem Denkmal vorbei an der Gaststätte Nordparkterrassen, wo man den Weg in westliche Richtung einschlägt. Über den Kinderspielplatz parallel zur Rollschuhbahn führt der Weg direkt auf dieses Denkmal zu.

Das Denkmal besteht aus Sandsteinquadern, die als Mauerwerk ausgebildet sind, welches in den Hang zum höher gelegenen Schwarz-Weiß-Denkmal hineinläuft. Am Ende dieser angedeuteten Mauer befindet sich ein Mauervorsprung, der den Abschluss des Denkmals bildet. Auf der Stirnseite des Mahnmals befindet sich eine Sandsteinplatte, in der ein Relief eines Mannes gemeißelt worden ist.

Diese Arbeit wurde durchgeführt vom Bildhauer Joachim Wolf-Müller, welcher selbst Heimkehrer im Jahre 1952 war. Entsprechend einem Artikel aus der NRZ von 1955 hebt die dargestellte Gestalt sehnsüchtig den Kopf, die leeren Hände signalisieren Wehrlosigkeit, aber auch Hoffnung.

Am 27. November 1955 wurde im Rahmen einer Veranstaltung im Gedenken an die Wuppertaler, die 10 Jahre nach Kriegsende immer noch nicht aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt waren, das Mahnmal feierlich enthüllt. Bei der Einweihung des Mahnmales wurde ein weithin leuchtendes Feuer in einem Metallgefäß entzündet, welches einer Fackel glich. Die Enthüllung selbst wurde durch den damaligen Oberbürgermeister Schmeißing vorgenommen.

Errichtet worden ist dieses Ehrenmal durch den Verband der Heimkehrer, Kriegs­gefangenen- und Vermisstenangehörigen Deutschlands. Der Bau der Mauer einschl. der Fundamentierungsarbeiten wurden von freiwilligen Helfern des Heimkehrervereins übernommen. Die Steinquader selbst stammen von dem alten abgerissenen Kriegerdenkmal von 1874, welches sich ehemals neben der Barmer Stadthalle befunden hat.

Auf einer Mauerseite befindet sich seitlich folgende Inschrift:

„DEN LEBENDEN ZUR MAHNUNG – DEN OPFERN DES KRIEGES ZUM GEDENKEN“

Offensichtlich ganz bewusst wurde die gedankliche und räumliche Verbindung zum Schwarz-Weiß-Denkmal hergestellt. Beide Denkmäler stellen ein Ensemble in dieser hainartigen Situation dar.

In den Ausführungen von Ruth Meyer-Kahrweg kann nachgelesen werden, dass ursprünglich geplant war, ein hohes Kreuz als Zeichen der Verbundenheit mit den noch nicht heimgekehrten Kriegsgefangenen auf dem alten Denkmal zu errichten. Dieses Vorhaben wurde aber zugunsten der Arbeit von Joachim Wolf-Müller zurückgestellt.

Uthmann-Denkmal

Der Standort dieses Denkmales befindet sich im westlichen Bereich des Nordparkes. Die meisten Leser des Nordpark-Echos dürften den Standort dieser Gedenkstätte hinreichend kennen. Für Nicht-Ortskundige erfolgt eine kurze Wegbeschreibung.

Wenn man von der Straße Mallack in den Nordpark hineinkommt, wendet man sich vor dem Brunnen, der vom Nordstädter Bürgerverein errichtet und der Stadt gespendet wurde, in die westliche Richtung – also rechts ab. Der Weg führt vorbei am nördlichen Gehegezaun und man erreicht nach ca. 800 m eine Ahornallee, an deren Ende sich eine platzartige Aufweitung befindet. Linker Hand sieht man nunmehr das Uthmann-Denkmal. Auf der rechten Seite befindet sich die sogenannte Sängerhütte.

Das Denkmal wurde am 22. Juni 1930 eingeweiht. Es befindet sich an einem 6,30 m hohen Pfeiler inmitten eines Rondells mit einem Durchmesser von 18 m. Die seinerzeit angebrachte Bronzetafel, die vom Künstler W. Kopmann 1930 fertig gestellt wurde, gab – genau wie heute – folgenden Text wieder:

Bild: © Wolf Birke

DEM SÄNGER DER FREIHEIT ADOLF UTHMANN GEB.: 29. JUNI 1867 GEST.: 22. JUNI 1920

ZUM GEDENKEN DEUTSCHER ARBEITERSÄNGERBUND

Diese Bronzetafel hatte eine Höhe von 2,30 m und eine Breite von 70 cm. Tafel und die Gesamtanlage waren von dem Bildhauer Wilhelm Kopmann geschaffen worden. Das Material des Mauerwerks besteht aus Ruhr-Sandstein aus dem Steinbruch der Firma Nippus in Sprockhövel.

Die Nationalsozialisten zerstörten diese Bronzetafel im Jahre 1933. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde diese durch eine Inschrift aus Kunststein ersetzt. Diese Einweihung erfolgte am 29. Juni 1947 zum 80. Geburtstag von G. Adolf Uthmann.

Weitere 10 Jahre später wurde diese Kunststein-Inschrift erneut am 27. Oktober 1957 durch eine Bronzetafel ersetzt. Diese Bronzetafel wurde von Harald Schmahl entworfen und bei der Firma Schmäke in Düsseldorf gegossen. Diese Bronzeplatte wurde im Februar 2006 von dreisten Dieben bei „Nacht und Nebel“ gewaltsam demontiert und abtransportiert. Die Bronzediebe wurden zwar später gefasst, die Platte selbst war aber schon von einem Schrotthändler geschreddert worden. Das Ressort Grünflächen und Forsten hatte eine Rekonstruktion in einer Bronzegießerei in Düsseldorf in Auftrag gegeben, die am 12.10.2007 wieder – hoffentlich diebstahlsicher – angebracht wurde.

Für diejenigen, die mit dem Namen Uthmann nicht so sehr viel anfangen können, wird im Folgenden auf einige geschichtliche Hintergründe eingegangen.

  1. A. Uthmann war der Komponist vieler Arbeiterlieder. Zur Einweihung des Denkmals am 21./22.1930 waren aus vielen Teilen Deutschlands Arbeiterchöre in Wuppertal eingetroffen, um an Grab und Denkmal, aber auch an den Stadthallen von Barmen und Elberfeld sowie auf vielen öffentlichen Plätzen ihrer Verbundenheit Ausdruck zu verleihen. Neben offensichtlichen Sangesfreuden war dies sicherlich auch eine Demonstration des wachsenden Selbstbewusstseins der damaligen Arbeiterschaft.

Zuvor hatte es allerdings wegen eines Standortes für ein Uthmann-Denkmal einigen Ärger gegeben. Zunächst war vorgesehen, ein entsprechendes Denkmal in den Barmer Anlagen zu errichten, zumal Uthmann dort seine täglichen Spaziergänge gemacht und sich sicherlich auch Anregungen für seine Kompositionen geholt hat. Dem Wunsch des deutschen Arbeiter-Sängerbundes wurde allerdings nicht Rechnung getragen. Der Vorstand des Barmer Verschönerungsvereines lehnte dieses Ansinnen ab mit der Begründung, dass einer weiteren Errichtung von Denkmälern seit Jahren nicht mehr zugestimmt würde, weil sich die Anfragen häuften.

Die tatsächlichen Hindergründe für diese Entscheidung dürften allerdings etwas anderer Natur gewesen sein, weil zur gleichen Zeit eine Genehmigung für einen Gedenkstein für den „bürgerlichen“ deutschen Sängerbund durch diesen Verein erfolgte. Die Stadt bot deshalb im Nordpark einen alternativen und kostenlosen Standort für das Denkmal an, verweigerte aber eine finanzielle Unterstützung für dieses Vorhaben.

Gustav Adolf Uthmann wurde am 29. Juni 1867 in Barmen geboren und starb am 22. Juni 1920 in Folge einer Blutvergiftung. Seine Grabstätte befindet sich auf dem alten Friedhof an der Bartholomäusstraße.

Zunächst wollte der junge Uthmann Lehrer werden, musste aber auf diesen Berufswunsch verzichten, weil seine erblindete Mutter und die jüngeren Geschwister auf seine Hilfe und Unterstützung angewiesen waren. Der Vater war früh verstorben.

So absolvierte Uthmann eine Färberlehre und widmete sich seinem Hobby der Musik. Er beherrschte die Instrumente Posaune, Geige und Klavier. Der städtische Kapellmeister und Komponist Georg Rauchenecker kümmerte sich um ihn und förderte seine Begabung. Dieser brachte ihm auch die Kunst der Komposition bei.

Seine Verbundenheit mit der Arbeiterschaft war insbesondere dadurch entstanden, dass er durch die Ausübung seines Handwerkberufes die Sorgen und Nöte der Arbeiter kennen gelernt und selbst erfahren hatte.

Ab 1891 leitete er mehrere Gesangsvereine und Chöre in den unterschiedlichen Stadtteilen Wuppertals. Später wechselte er seinen Beruf aufgrund eines Augenleidens und trat in den Dienst der Allgemeinen Ortskrankenkasse ein und arbeitete sich hier bis zum stellvertretenden Geschäftsführer empor. Zu keiner Zeit vernachlässigte er allerdings sein musikalisches Schaffen. Mehr als 400 Kompositionen sind ihm zu verdanken. Lieder und Texte bewegten sich in den meisten Fällen im Milieu der Arbeiterbewegung. Viele dieser Chorlieder wurden über Deutschland hinaus in aller Welt bekannt und werden bis heute noch gesungen.

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass das Ressort Grünflächen und Forsten das Denkmal einschl. Umfeld vor einigen Jahren „auf Vordermann gebracht hat“. In den letzten Jahrzehnten war das Denkmal durch eine recht massive Pflanzung weitgehend eingewachsen und führte einen Dornröschenschlaf im Verborgenen. Die Entfernung sowie der Rückschnitt etlicher Pflanzen erlauben heute wieder einen vollständigen Blick auf das Denkmal bzw. die Gesamtanlage. Die Ersatzpflanzungen mit weitgehend schattenverträglichen Gehölzen, wie Rhododendron, Eiben u. a. machen den Standort insgesamt wieder attraktiv. Die Stadtverwaltung wird sich auch künftig im Rahmen der Möglichkeiten bemühen, dieses Denkmal in einem angemessenen Zustand zu halten.

Anmerkung:

Die Beschreibungen der vorhandenen Denkmäler im Nordpark wurden weitgehend dem Buch Denkmäler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal entnommen. Die Autorin dieses Buches ist Ruth Meyer-Kahrweg. Das Buch ist 1991 im Born-Verlag in Wuppertal erschienen. Die Autorin hat seinerzeit über mehrere Jahre hinweg umfangreiche Informationen nahezu allen Denkmälern, Brunnen und Skulpturen in Wuppertal zusammengetragen und sie in ansprechender Form in vorgenanntem Buch beschrieben.

Bild: © Wolf Birke

Schwebebahndenkmal im Nordpark

In der zweiten Jahreshälfte 2004 reiften die Pläne für die Aufstellung eines Schwebebahndenkmals im Nordpark. Initiator hierfür war der ehemalige Vorsitzende, Werner Zanner, der diese Idee in den Verein hineingetragen hat. Der Vorstand des Nordstädter Bürgervereins fand das prima und machte sich weitere Gedanken zur Realisierung des Vorhabens.

Im Frühjahr des Jahres wurde der Kontakt mit dem „Förderverein Historische Schwebebahn e.V.“ aufgenommen.

Es war vorgesehen, ein altes Teil des abgebauten Schwebebahngerüstes an einer exponierten Stelle im Nordpark auf einem Fundament aufzustellen, um dieses technische Denkmal dem Nordparkbesucher aus nächster Nähe zeigen zu können. Das Ressort Grünflächen und Forsten wurde in die Planungen einbezogen. Gemeinsam wurde ein möglicher Standort oberhalb der Rodelwiese zwischen den Nordpark-Terrassen und dem Kinderspielplatz „ausgeguckt“. Dieser Standort hat eine Sichtbeziehung zum Tal und damit auch zur Schwebebahn. Insofern wurde diese Fläche von allen Seiten für gut befunden.

Nun ging es daran, ein entsprechendes Teil des alten Schwebebahngerüstes zu suchen und zu finden, welches sich für einen solchen Zweck eignet. Eine gemeinsame Ortsbesichtigung mit Vertretern des Fördervereins Historische Schwebebahn, des Vorstandes des Nordstädter Bürgervereins sowie Vertretern der Stadtwerke auf dem Gelände der Fa. Jacobi in Vohwinkel brachte sehr schnell ein Ergebnis.

Der Förderverein Historische Schwebebahn hatte auf dem Grundstück der Fa. Jacobi eine große Anzahl von Schwebebahnkonstruktionen gelagert, die beim Abbau „gerettet“ werden konnten. Es wurde bei dieser Ortsbesichtigung unter sachkundiger Leitung von Herrn Prof. Schierk ein Teil ausgesucht, welches insbesondere unter technischen Aspekten ausgesprochen interessant erscheint. Der derzeitige Eigentümer erklärte sich spontan bereit, dem Nordstädter Bürgerverein dieses kostenlos zu überlassen.

Zwischenzeitlich hatte das Ressort Grünflächen und Forsten Pläne erarbeitet, wie dieses Teil nach seiner Aufarbeitung durch die Stadtwerke an seinem Standort auf­gestellt werden soll. Es war beabsichtigt, mittels einer Klinkersäule diesen „Konstruktionsknoten“ so zu präsentieren, wie er sich auch an dem ehemaligen Schwebebahngerüst befunden hatte.

Die Wuppertaler Stadtwerke hatten sich bereit erklärt, die kostenlose Aufarbeitung des entsprechenden Teils vorzunehmen, wofür hier an dieser Stelle den Stadtwerken noch einmal recht herzlich gedankt wird. Die Konstruktion, an der dieses alte Schwebebahnteil aufgehängt wurde, ist von den Wuppertaler Stadtwerken inklusive der Statik erarbeitet worden. Die Herstellung der Konstruktion, der Transport, die Aufstellung bzw. die Montage derselben einschließlich der Fundamentierung sowie die abschließende Pflasterung des Umfeldes waren vom NBV „zu stemmen“.

Die Aufstellung dieses Denkmals ist eine weitere Maßnahme des Nordstädter Bürgervereins zur Attraktivitätssteigerung des Nordparks.

Es ist hoffentlich auch in Zukunft so, dass die treuen Mitglieder – aber gerne auch neue – weiterhin derartige Aktionen durch ihre Beiträge und Spenden ermöglichen.

Zanner-Platz

2010 wurde der Werner-Zanner-Platz – in Erinnerung an den langjährigen Vereinsvorsitzenden des NBV – eingeweiht.

Bild: © Wolf Birke

Kakaoplatz

Der Name „Kakaoplatz“ verweist auf Geschichten aus der Nachkriegszeit, in denen von florierendem Schwarzhandel am nahegelegenen Sportplatz erzählt wird. Am neu gestalteten Kakaoplatz ragen unbearbeitete „Blitzkopfspitzen“ aus Anröchter Dolomit markant auf. Auf der farbigen Oberfläche lassen sich Versteinerungen entdecken.

Bild: © Wolf Birke

Bild: © Wolf Birke

Bild: © Wolf Birke

Bild: © Wolf Birke

Aussichtspunkt Skywalk

Der „Skywalk” wurde sofort ein Publikumsliebling unter den Sehenswürdigkeiten im Nordpark. Der 16,5 m lange Aussichtssteg lugt in bis zu 6,50 m Höhe aus dem Wald heraus und bietet tolle Ausblicke in Richtung Langerfeld, Schwelm und den Ehrenberg. Bei Sonnenauf- und untergängen oder beispielsweise an Silvester bieten sich einzigartige Panoramaansichten.

 

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